Mit dem Aschermittwoch am 18. Februar hat die Passionszeit begonnen. Auch die Gottesdienste dieser Wochen sind eine Möglichkeit, innerlich auf Karfreitag und Ostern zuzugehen. Der Palmsonntag markiert dann den Übergang zur Karwoche. Nutzen Sie gern den Besuch der ganz verschiedenen Gottesdienste und Andachten vom 29. März bis 6. Aprl von Palmsonntag bis Ostermontag, als persönliches Erleben vom Schweren zum Leichteren, vom Tod zum Leben.
Palmsonntag (29.3., 10 Uhr, St.-Lucas-Kirche)
Der Gottesdienst an Palmsonntag läutet diese besondere Woche ein. Inhaltlich wird am Palmsonntag berichtet, dass Jesus nach Jerusalem kommt und jubelnd empfangen wird. Dabei werden ihm Palmzweige vor die Füße gelegt als Ehrbezeugung. Inhaltlich geht es um die Frage: Wie begegne ich Jesus? Ist er mein Idol, Bruder oder Gott? In all dem Jubel schwingt die Trauer und Gewalt der nächsten Tage schon mit. Heidi Broocks begleitet den Gottesdienst musikalisch an der Orgel.
Karwoche Montag bis Mittwoch (30.3.-1.4., jeweils 18 Uhr, St.-Lucas-Kirche)
In drei Passionsandachten werden die biblischen Erzählungen von der Zeit Jesu in Jerusalem vorgelesen. Jesus verbringt seine letzten Tage in der Hauptstadt, trifft Freunde, geht in den Tempel, um zu beten. Viele Pilger sind in der Stadt, alle freuen sich auf das Passafest, ein großes jüdisches Fest. Gleichzeitig liegt eine große Spannung in der Luft. Die Gegner von Jesus formieren ihren Widerstand. Bei viel Orgelmusik ist viel Raum, dem Gehörten nachzudenken. Kreiskantor i.R. Karl-Heinz Voßmeier spielt u.a. Orgelchoräle zu verschiedenen Passionsliedern.
Gründonnerstag (2.4., 18 Uhr, Harmshaus)
Wir versammeln uns zum Gottesdienst an gedeckten Tischen im Harmshaus zum gemeinsamen Abendessen und zum Tischabendmahl. Wir erinnern den letzten Abend, den Jesus mit seinen Jüngerinnen und Jüngern gemeinsam erlebt hat. Es war der erste Abend des Passahfestes. Wir erinnern diesen Abend jedes Mal, wenn wir zusammen Abendmahl feiern. Zu Beginn war das Abendmahl mit einem gemeinsamen Abendessen verbunden, so stärken wir uns, wenn wir zusammen essen. Kantor Klaus-Jürgen Buchroth wird Melodien aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Weber interpretieren und stimmungsvoll den Gemeindegesang begleiten.
Karfreitag (3.4., 15 Uhr, St.-Lucas-Kirche)
Die Bibel erzählt, dass Jesus zur 9. Stunde verstorben ist, das entspricht ungefähr 15 Uhr unserer Zeit. Wir erinnern uns an die Kreuzigung, die Osterkerze erlischt. Bei Wort und Musik kommen biblische Karfreitagstexte zu Gehör, die Kantor Klaus-Jürgen Buchroth mit dem Orgelzyklus „Die letzten 7 Worte Jesu am Kreuz“ musikalisch interpretiert.
Karsamstag
Karsamstag ist ein trauriger und ruhiger Tag. Es findet kein Gottesdienst statt. Es gibt Zeit für einen meditativen Spaziergang: Zur Ruhe kommen und über das Schwere im Leben nachdenken.
Ostertage (5.-6.4.)
Das Wunder geschieht. Es ist unglaublich. Man kann es nur langsam erahnen. Wir treffen uns Sonntagmorgen um 6 Uhr und erleben, wie das Licht die Dunkelheit besiegt. Das Leben den Tod vertreibt. Bei dem liturgischen Gottesdienst stehen Atmosphäre und Erleben, kurze Gesänge und festliche Gemeindelieder, z.B. aus der Kommunität Taizé, im Zentrum. Wir hören die Geschichte von der Auferstehung Jesu, feiern zusammen Abendmahl und frühstücken anschließend im Harmshaus.
Um 10 Uhr ist dann Ostersonntagfestgottesdienst mit Taufen. Unser Kantor spielt neben einer Orgelmeditation zur Auferstehung laute, fröhliche und festliche Orgelmusik, die letzten Schleier des Todes werden vertrieben. Wir rufen uns zu: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.“
Ostermontag um 10 Uhr wird es lebendig und fröhlich im Ostergottesdienst für Kleine und Große. Kantor Klaus-Jürgen Buchroth wird die Orgel fröhlich und lustig erklingen lassen. Nach dem Gottesdienst entdecken wir gemeinsam, dass der Osterhase um die Kirche herum aktiv war. Die Kinder finden Osternester.